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Foto: Klaus Helmer

Zu meiner Fotografietechnik gibt es im Grunde nicht viel zu berichten.
Einen künstlerischen Anspruch an meine Bilder habe ich ausdrücklich nicht. Es geht mir vielmehr um die Dokumentation des jeweiligen Motivs und da zählt für mich in erster Linie, das Motiv möglichst gut (= optisch scharf) in seiner natürlichen Umgebung abzulichten.

Bei begründetem Interesse an der verwendeten Ausrüstung bitte die Zugangsdaten per Kontaktformular erfragen. Ich behalte mir eine Nichtfreigabe ausdrücklich vor.


Im Telebereich verwende ich derzeit vorwiegend zwei Optiken an einer APS-H DSLR.
Für den Ansitz kommt ein Objektiv mit 500mm Brennweite (zumeist mit 1,4x TK, manchmal auch mit 2,0x TK) auf einem entsprechend dimensionierten Stativ + Kopf zum Einsatz. Das dafür vorgesehene Tarnzelt wartet jedoch noch auf die richtige location. Ausserhalb von umfriedeten Gelände möchte ich es nicht einsetzen, dafür sind in dem Umfeld in dem ich mit der Kamera aktiv bin zu viele Menschen in Feld&Wald unterwegs. Zum Ansitz konnte ich mich bislang auch noch nicht häufig durchringen, zum einen mangels idealer location, zum anderen bin ich kein Frühaufsteher und gerade das steht Bildern beim besten Licht bislang einfach entgegen.

Mit diesem Objektiv gehe ich auch zumeist auf die Pirsch. Wenn's nicht ganz so schwer oder die Touren länger werden sollen bevorzuge ich eine "seltene Perle", nach der ich lange gesucht habe: Das Sigma 5,6/400 APO Telemacro HSM. Das Objektiv ist dem Pendant von Canon in jeder Hinsicht gleichwertig, bietet jedoch überdies den Vorteil einer Naheinstellungsgrenze von nur 1,6 Meter. Damit erreicht man ohne Hilfsmittel einen Abbildungsmaßstab von 1:3, mit einer Nahlinse wie dem Achromaten 500D von Canon sogar ~1,5:1. Das Besondere an speziell diesem Objektiv ist die volle Funktionsfähigkeit an Canon DSLR, da es im Gegensatz zur Serienproduktion einen speziellen Chip verbaut hat, der die Kommunikation mit Canon DSLR mit Baujahr nach 2002 gewährleistet. Davon gibt es weltweit nur eine Handvoll Objektive.
Auf der Suche nach Motiven streife ich durch die Landschaft. Dabei verwende ich in aller Regel ein auf Kniehöhe ausgefahrenes Einbeinstativ, mit dem ich (über der Schulter) auch die Linse transportiere. Man könnte es auch als langsamen, geräuschreduzierten Spaziergang mit gelegentlichen Stops für Fotos bezeichnen.

Entsprechendes gilt für die Macrofotografie. Hier verwende ich derzeit - nachdem ich das 180er Tamron nach Anschaffung des Sigma 400er verkauft habe - bevorzugt das ein Lupenobjektiv an einer Vollformat-DSLR, je nach Motiv auch ein 100er Macro. Mit einem stabilen Dreibein zu arbeiten ist trotz Zangenblitz fast stets unumgänglich. Die Motive für Macros finde ich meistens im eigenen Garten - ein großer Vorteil, wenn man nur wenig Zeit hat und nicht erst sonstwo hin fahren möchte oder kann.
Das eigentlich Schöne an der Macrofotografie ist wie ich finde aber, das es den Blick für Details ungemein schärft und man erst in der starken Vergrößerung gewahr wird, welch filigrane und perfekt angepasste Vielfalt uns Menschen doch umgibt - was leider viele (meistens in völliger Unkenntnis und Ingoranz) gerne als "Ungeziefer" oder sonstwie abwertend bezeichnen ist uns Menschen in dem jeweiligen Lebensraum haushoch überlegen.

Konstruierte/manipulierte Aufnahmesituationen lehne ich strikt ab, in der EBV verbleiben genügend Möglichkeiten, das Motiv zu optimieren.

Es ist absolute Selbstverständlichkeit für mich, Pflanzen und Tiere so wenig wie irgend möglich zu stören (im Zweifel also auf ein Bild zu verzichten) und die location so zu hinterlassen, als wäre ich niemals dort gewesen.